Mano verde
Menschen, denen man einen „grünen Daumen“ zuschreibt, haben Erfolg mit ihren Pflanzen, weil sie sie nicht nur richtig pflegen, sondern wirklich zeigen, dass sie sie lieben. Diese Liebe, die viele von uns während ihrer Kindheit von gärtnernden Eltern und Großeltern erhalten haben, führen wir heute dank ihres Beispiels weiter.
Diese Produktion besteht aus vier modellierten Gießkannen aus Keramik und einer Auswahl von zwölf Makrofotografien.
In den Keramikstücken wurden Techniken gesucht, die es ermöglichen, die Vegetation sowohl im Inneren als auch im Äußeren der Gießkannen lebendig zu halten. Für die Innenbereiche wurden Glasuren und geschmolzenes Glas verwendet; auf diese Weise können sie Wasser und Wasserpflanzen enthalten. An den Außenwänden wurde vor allem die Textur des unglasierten Scherbens gesucht, um das Wachstum von Moos und Flechten zu erleichtern. Für die Henkel wurde außerdem Eisen verwendet.
Das Objekt „Gießkanne“ wird als repräsentatives Element des Gartens aufgegriffen. Durch diese Stücke wird nicht nur ausdrücklich die Pflege der Pflanzen in jedem Garten symbolisiert, sondern auch der Wunsch nach einem kollektiven Umweltbewusstsein.
Die Gießkannen werden nicht ihres Kontextes beraubt —wie es in der Objektkunst der Fall sein kann—, sondern nehmen andere Dimensionen an, verstärken ihre Funktion und Bedeutung und laden sich mit neuen Symboliken auf.
Fotografien: Marina Naip Herrera, Sofía Schiavoni und Suyay Herrera.